3D Brillen Vergleich

3D-Brillen: Aktive und passive Systeme im Vergleich

Mit einer 3D-Brille lässt sich beinahe jeder hochwertige Fernseher in ein 3D-Gerät verwandeln. Sofern es sich um ein Modell mit einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz oder mehr handelt, genügt die Installation einer speziellen Software. Der Fernseher ist dann in der Lage, die erforderlichen Signale für eine dreidimensionale Wiedergabe an entsprechende 3D-Brillen zu senden. Man spricht hier von Shutterbrillen, die bei der aktiven 3D-Technik zum Einsatz kommen. Die Brille hat die Aufgabe, abwechselnd das linke und das rechte Auge mit Bildern zu versorgen. Die Gläser werden dazu mit extrem hoher Geschwindigkeit mal durchlässig und mal nicht durchlässig geschaltet. Bei 120 Bildwechseln pro Sekunde bekommt das Auge von den permanenten Veränderungen im Glas der Brille nichts mit – in der menschlichen Wahrnehmung entsteht stattdessen ein dreidimensionales Bild.

Das aktive System erfordert 3D-Brillen, die optimal auf den Fernseher abgestimmt sind. In der Regel funktionieren daher im Zusammenspiel mit den Geräten eines bestimmten Herstellers auch nur dessen eigene Shutterbrillen. Und noch etwas sollten Verbraucher wissen, die über den Kauf von 3D-Brillen nachdenken: Für eine ordentliche Bildwiedergabe ist in der Regel eine aufrechte Körperhaltung erforderlich. Nur wer gerade vor dem Fernseher sitzt, sieht ein tiefenscharfes Bild. Mit geneigtem Kopf oder in liegender Position ergeben sich hingegen oft Einschränkungen bei der Bildqualität.

Neben den aktiven 3D-Brillen gibt es die passiven Brillen. Bei diesen Modellen handelt es sich um simple Polarisationsbrillen, die für das linke und das rechte Augen jeweils die passenden Bildsignale herausfiltern. Viele Zuschauer empfinden die passive Variante als angenehmer, weil es hier keinen Flimmereffekt gibt. Zudem bekommen immer beide Augen gleichzeitig die Signale und nicht wie bei den aktiven Brillen zeitversetzt. Mit Polarisationsbrillen ist daher sozusagen ein natürliches Sehen in der dritten Dimension möglich. In der Anschaffung sind diese 3D-Brillen zudem deutlich günstiger.

Die Hersteller von 3D-Fernsehern tüfteln derweil schon an den nächsten Entwicklungen rund um dreidimensionalen Fernsehgenuss. Ihr Ziel besteht darin, zukünftig komplett ohne 3D-Brillen auszukommen. Erste Ansätze gibt es in diesem Bereich bereits. Bis die neue Technik einerseits ausgereift und andererseits bezahlbar ist, dürfte aber noch einige Zeit vergehen.