60 Zoll Fernseher Vergleich

Für echtes Kinogefühl in den eigenen vier Wänden kann der Bildschirm eigentlich gar nicht groß genug sein. Die letzte Stufe vor dem Wechsel zu Beamer und Leinwand stellen 60 Zoll Fernseher dar, deren Bildschirme in der Diagonale 153 Zentimeter messen. Die Anschaffung eines solchen „Riesen“ lohnt sich allerdings nur, wenn auch das Wohnzimmer wirklich groß ist. Zum einen wirkt ein Fernseher mit mehr als anderthalb Metern Durchmesser in einem kleinen Zimmer etwas deplatziert. Zum anderen leidet auch die Qualität des Sehens erheblich, wenn die Zuschauer aus Platzgründen zu nah an den Bildschirm heranrücken müssen. An Full HD mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten führt kein Weg vorbei, weil geringere Auflösungen für die riesige Bildfläche einfach nicht ausreichen. Selbst bei einer hohen Auflösung sind aber die einzelnen Pixel deutlich zu erkennen, wenn man zu nah vor dem TV-Gerät sitzt. Wer einen 60 Zoll Fernseher anschaffen möchte, dessen Couch sollte mindestens 4,50 Meter vom Fernseher entfernt stehen. Ein geringerer Abstand schmälert den Fernsehgenuss erheblich. Lässt sich die nötige Distanz nicht erreichen, wäre die Wahl eines etwas kleineren Modells sinnvoll.

60 Zoll Fernseher: Spitzentechnik fürs Heimkino

Auf einem extrem großen TV-Gerät ist natürlich auch jeder Fehler besonders gut zu erkennen. Das gilt für eine nicht ganz scharfe Darstellung ebenso wie für unsaubere Farben oder ein ruckelndes Bild. 60 Zoll Fernseher sollten daher immer über Panels mit mindestens 100 Hertz verfügen. Das bedeutet, dass mindestens 100 Bilder pro Sekunde über den Bildschirm flimmern. Diese Bildwiederholrate ist so hoch, dass Ruckeln praktisch ausgeschlossen ist. Beim Vergleich verschiedener 60 Zoll Fernseher sollten Kaufinteressenten ihre Aufmerksamkeit außerdem auf das Kontrastverhältnis lenken. Es gibt an, wieviel Mal heller weiße Punkte im Vergleich zu schwarzen Punkten dargestellt werden. Je höher der Wert ausfällt, desto kontrastreicher wirkt das Bild. Ab etwa 1:1.000 kann man von seinem sehr guten Kontrastverhältnis sprechen.

In Sachen Kontrast sind Plasmafernseher vergleichbar großen LCD-Geräten praktisch immer überlegen. Das gilt allerdings nur, wenn das TV-Gerät in einer relativ dunklen Umgebung steht. Wer hingegen tagsüber fernsehen möchte, ohne die Rollläden herunter zu lassen, der erzielt mit einem LCD-Fernseher bessere Ergebnisse. Auch in Sachen Energieverbrauch haben LCD- und insbesondere LED-Fernseher die Nase vorn.

Wer für sein Heimkino nur das Beste vom Besten haben möchte und in einen 60 Zoll Fernseher investiert, der will natürlich auch auf die dritte Dimension nicht verzichten. Gerade die extrem großen Geräte erlauben oft besonders beeindruckende 3D-Darstellungen. Zwei grundsätzlich verschiedene Techniken stehen hier zur Auswahl, die sich Interessenten unbedingt vor dem Kauf anschauen sollten. Einmal gibt es die aktive 3D-Technik mit Shutterbrillen, zum anderen die passive Technik mit einfachen Polarisationsbrillen. Die Shuttertechnik kann die besseren Ergebnisse liefern, allerdings sind die Brillen schwerer und brauchen eine eigene Stromversorgung. Zudem können sie bei empfindlichen Menschen zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Übelkeit führen. Mit den einfachen Polarisationsbrillen, wie man sie auch aus dem Kino kennt, treten diese Probleme hingegen praktisch nicht auf.