Grundig Fernseher Vergleich

Grundig setzt noch immer auf „made in Germany“

Vor allem für viele ältere Menschen hat der Name Grundig noch immer einen hervorragenden Klang. Das Unternehmen, das 1930 vom Radiohändler Max Grundig gegründet wurde, ist untrennbar mit dem deutschen Wirtschaftswunder verbunden. Sofort nach dem Ende des Krieges trieb der Gründer die Herstellung von Radios voran, die ihm geradezu aus den Händen gerissen wurden. Doch Grundig wollte mehr und hatte längst das nächste Medium im Blick: das Fernsehen. Da es seinerzeit noch keine Sender gab, gestaltete der Unternehmer einfach selbst ein Programm. Im Jahr 1951 ging der Werkssender an den Start. Er gilt heute als das erste regelmäßige Fernsehprogramm in der noch jungen Bundesrepublik. Der Erfolgsgeschichte von Grundig wurden beinahe täglich neue Kapitel hinzugefügt, und schon bald durfte sich die Firma als größter Hersteller von Rundfunkgeräten in ganz Europa bezeichnen.

Bis in die späten 1970er Jahre hinein schwamm Grundig auf der Erfolgswelle, verkaufe Millionen von Fernsehern und Radios und brachte zudem immer wieder neue Produkte auf den Markt. Dazu gehörten beispielsweise Tonbandgeräte für den Hausgebrauch und Autoradios für eine immer mobiler werdende Gesellschaft. Zu Beginn der 1980er Jahre tauchten jedoch erste dunkle Wolken am Himmel auf. Grundig verkaufte zwar weiterhin Geräte von hoher Qualität, doch entsprechend hoch waren auch die Preise – zumindest im direkten Vergleich zu den Produkten der japanischen Hersteller, die mit Macht auf den europäischen Markt drängten. Es fiel dem deutschen Konzern, der auf drei Milliarden Mark Jahresumsatz kam, immer schwerer, der Billigkonkurrenz aus Fernost zu trotzen. Die 1980er und 1990er Jahre waren von einem harten Abwehrkampf geprägt, und Grundig musste reichlich Federn lassen. Von einst rund 30.000 Beschäftigten war nach der Jahrtausendwende gerade mal ein Zehntel übrig geblieben.

Heute ist Grundig nur noch als kleines, aber feines Unternehmen lebendig. Viele Kunden schwören nach wie vor auf die Produkte „made in Germay“, die im mittleren Preissegment angesiedelt sind.  Zum Angebot gehören vor allem LED-Fernseher und Smart-TVs mit integriertem WLAN.